Gastlichkeit im „Sessel Gottes“

kirche_auferstehungsgemeinde_240x220Ein angenehmer Frühlingsabend bei heiterem Wetter ist immer eine gute Voraussetzung zur eigenen Einstimmung auf einen schönen Abend. Mein Ziel war die Auferstehungsgemeinde in Hastedt. Schon von der Straße aus sah man die ungewöhnliche Architektur dieses Kirchenbaus, deren Umriss von der Seite aus betrachtet durchaus eine gewisse Ähnlichkeit mit einem überdimensionalen Sessel hat.  

Später erfuhren wir dann auch, dass man die Kirche im Volksmund schon als „den Sessel Gottes“ bezeichnet hat. Doch meine Aufmerksamkeit beim Betreten des Geländes wurde gleich auf eine bunte Gruppe gelenkt. Nein, da standen keine Menschen im Beet, sondern eine bunte Figurengruppe, „die Suchenden und die Findenden“. In Ton gebrannte, ausdruckstarke Emotionen, die in den gestalteten Gesichtern, in der Körperhaltung und Spannung dieser bunten Figuren und in der Ausrichtung dieser Gruppe untereinander beim Betrachten deutlich wurden.
Alleine dieses Kunstwerk ist die „Reise“ nach Hastedt wert.
Die Gäste aus Schwachhausen wurden im waren Sonnenlicht draußen vor der Kirche herzlich empfangen und begrüßt. Dann ging es schweigend hinein in die Kirche. Ein ganz besonderer Raum, in dem Lichteinfälle durch die Bauweise geradezu künstlerisch und schon bedeutungsvoll und bewusst eingesetzt worden sind, um eine warme Atmosphäre zu schaffen, die berührt. Der Altarraum, der hell, mit indirektem Licht von oben und mit dem Farbenspiel aus bunten Glasfenstern von der linken Seite her, durch die die Strahlen der Abendsonne hineinschienen, ausgeleuchtet war und so eine einzigartige Ausstrahlung bekam, die den sonst eher schlichten Kirchenraum nun zu einem Erlebnis machte.

Gäste und Gastgeber stimmten gemeinsam den Kanon „Wo zwei oder drei …“ an. Dann erwartete uns ein Schlemmerbuffet im angrenzenden Gemeindesaal, liebevoll geschmückte Tische und Menschen, die einander bei gutem Essen und in munteren Gesprächen herzlich begegneten.

Auch wenn man eigentlich nur wenige Kilometer voneinander entfernt in dieser Stadt lebt, kann man doch vieles Neues voneinander erfahren und mitnehmen. Sich auf den Weg machen, Gastfreundschaft erfahren, erleben und bieten… so werden wir „unseren Pilgerweg“ durchs Leben gemeinsam „suchen und finden“.
Markus Lund

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