„Mitten drin“ in Findorff: Der Kreis schließt sich

findorffEin sehr warmer Sommertag neigte sich seinem Ende entgegen. Das Gemeindezentrum der Martin Luther Gemeinde in Findorff war mein Ziel. Ein offenes und helles Foyer lud mich und die Gäste aus der Gemeinde von Unser Lieben Frauen mit geradezu wohltuender Kühle ein.

Liebevoll war der Raum von rührigen Händen vorbereitet und die vier Tische mit der Playmobil-Figur des Reformators und Namensgebers sehr nett dekoriert worden. Der Staffelstab, inzwischen von den durchlaufenen Gemeinden bunt mit Erinnerungsstücken bestückt, stand zur Übergabe bereit. Die letzte Station dieser Staffel stand bevor. Die Liebfrauengemeinde war Anfang des Jahres als erste Gastgeberin gestartet. Sie sollte nun den Staffelstab (diesmal in der Gastrolle) wieder in Empfang nehmen. Der Kreis würde sich also an diesen Abend schließen. Der Pilgerstab würde wieder an die Ausgangsgemeinde übergeben werden.

Die Gäste und Gastgeber wurden mit Namensschildern ausgestattet und herzlich begrüßt. Zur Auflockerung hatten sich die Gastgeber gleich etwas einfallen lassen. Wir starteten mit einem Singspiel und gelangten so singend an einen der vier Tische. Dort überraschte uns dann ein gut vorbereitetes Quiz der Gastgebergemeinde, das uns auf amüsante Art Infos zur Gemeinde gab. Die vier Tischgruppen hatten jeweils die richtige Antwort zur Frage aus den vier angebotenen Antworten herauszufinden. Ein wirklich gelungener Auftakt, dem eine Stärkung am Büffet und ein Austausch im Gespräch folgten!

Ein Rundgang durch das große Gemeindezentrum untermauerte den gewonnen Eindruck: Hier gibt es eine lebendige Begegnungsstätte mit sehr vielfältigen Angeboten für die Menschen „mitten drin“ in diesem Stadtteil. Ein Schwerpunkt der Martin Luther Gemeinde ist zweifellos die Kinderbetreuung und auch die Jugendarbeit. Das Gemeindezentrum bietet dazu vielfältige Möglichkeiten mit der „Jugendküche“. Es gibt sogar einen Disko-Raum. Vielfältige andere Angebote, etwa die für Senioren und die „Offene Kirche“, prägen die Arbeit dieser Gemeinde.

Eine Abendandacht beschloss diesen Abend der Gastfreundschaft mit einem besinnlichen Ausklang. Die Gäste nahmen den Pilgerstab in Empfang und mit zurück zur Liebfrauen-Gemeinde. Sie werden ihn in den Abschlussgottesdienst beim Ökumenischen Stadtkirchentag einbringen. Elf Stationen war dieser Pilgerstab gereist, von Bremens Mitte in verschiedene Stadtteile, nach Bremen-Nord, sogar nach Delmenhorst und von dort zurück nach Bremen. Weit gereist ist der Pilgerstab, um Begegnungen von Menschen verschiedener Gemeinden und christlichen Konfessionen zu begleiten und die jeweiligen Gäste und Gastgeber zusammen zu bringen. Inspiriert von dieser Pilgerstaffel wünsche ich uns allen Kraft zum Unterwegssein, Gottes Bestärkung in unserem Leben, Mut zur Versöhnung, Vertrauen zum Miteinander … und Begeisterung zum Aufbruch mit Gottes Wegbegleitung und Segen.

Markus Lund

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